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Am Ende der Welt <3

Als die Sonne untergeht und schon fast hinter dem Meer zu verschwinden scheint, steht Eila in ihrem weißen Kleid am Stand und blickt in die Ferne. Ihre langen braunen Haare und ihr Kleid werden vom sanften Wind hin und her gewirbelt. Der Mond geht langsam auf und die ersten Sterne zeigen sich. Sie seufts und setzt sich auf einen großen Stein, der aus dem Sand hinausragt. Dann steht sie wieder auf und läuft barfuß über den inzwischen kalt gewordenen Sand. Es ist Sommer und eine Nacht mit klarem Sternenhimmel. Doch Eila fühlt sich einsam und alleine. Sie weiß, dass sie irgendwann den Mann ihres Lebens finden wird, denn sie glaubt ganz fest daran. Doch sie weiß weder seinen Namen noch weiß sie wie er aussieht. Das einzige was sie weiß ist, dass es ihn gibt und dass sie nur auf ihn warten muss. Wie fast jeden Nacht legt sie sich mit dem Rücken auf den Sand und beobachtet die Sterne. Sie spürt wie das kalte Meereswasser ihre Füße kitzelt und starrt auf den wundervollen runden Vollmond, als sie plötzlich ein ungewohntes Geräusch hört. Es klingt wie eine Flasche, die gegen den naheliegenden Felsvorsprung stößt. Sie richtet sich auf und läuft langsam dem Geräusch entgegen. Und wirklich schwimmt dort eine Flasche im Wasser mit einem Zettel im Inneren. Neugierig fischt sie die Flasche aus dem Wasser und liest, was auf dem Zettel steht:

 

 

Dort wo der Horizont
Sich mit dem Meer verbindet
Dort werd ich auf dich warten
Auf dass du mich dort findest

 

Sie ist vollkommen verzaubert von dem Klang dieser Wörter. Die Handschrift sieht aus als wäre sie von einem Mann verfasst. Welcher Mann ist wohl in der Lage solch schöne Zeilen zu verfassen? Als sie das Blatt in der Hand hält, ist es wie ein Zauber von Geborgenheit, der sich in ihr ausbreiten. Sollte das ein Zeichen sein? Das Zeichen auf das sie so lange gewartet hat? Das Zeichen von dem Mann, der für sie bestimmt ist? So wie es klingt, geht es ihm genauso wie ihr. Er scheint auf seine große Liebe zu warten und darauf zu hoffen, dass er sie endlich findet. Doch wie soll sie ihn finden? Mit dem Zettel in der Hand legt sie sich wieder in den Sand, schaut in die Sterne und wünscht sich genau diesen Mann herbei, der sie dann für immer beschützt und in seinen Armen hält.

 

 

1.8.10 18:33
 


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